74 Gut zu Wissen Brigitte Noll und Karl-Hermann Wegner. Das Lustschloß Löwenburg als künstliche Burgruine, zugleich die letzte Ruhestätte von Landgraf Wilhelm IX., kann gemäß Mitteilung der Museumslandschaft Hessen Kassel ab 15. Juli 2022 wieder vollständig besichtigt werden. Symposium der Kommission für politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen im Hessischen Landtag u. d. T. „Gefühlte Demokratie – Die Weimarer Erfahrung im 20. und 21. Jahrhundert“ am 25./26. November 2021 75. Jahre Hessische Verfassung, 75 Jahre Demokratie in Hessen: Die Hessische Verfassung trat am 1. Dezember 1946 in Kraft. Die Geschichte der Demokratie ist auch die Geschichte von Emotionen. Demokratie wird gelebt, Demokratie wird gefühlt. Befürwortung oder Ablehnung von Demokratie drücken sich auch emotional aus. Das lässt sich mit Blick auf die Demokratie unserer Gegenwart ebenso beobachten wie in der historischen Auseinandersetzung mit der deutschen – und hessischen – Demokratiegeschichte im 20. Jahrhundert. Diese ist eng verbunden mit der Weimarer Demokratieerfahrung, ihrer Bedeutung und Wirkung von der Zwischenkriegszeit über die Zeit nach dem Nationalsozialismus bis zu den Herausforderungen der Demokratie in der Gegenwart. Das Symposium, zu dem der Präsident des Hessischen Landtags Boris Rhein eingeladen hatte, hat die emotionalen Dimensionen von Demokratie und Demokratiegeschichte diskutiert. 150 Jahre Nationalstaat und Föderalismus in Deutschland (1871–2021). Fuldaer Föderalismus Forum, 9.–12. März 2022 zu Fulda. Schirmherr Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Kultusminister des Landes Hessen Der Föderalismus, dessen Wurzeln bis in das Mittelalter zurückreichen, gehört zu den Grundtatsachen der deutschen Geschichte. Das hat die Corona-Krise der Jahre 2020 und 2021 schlagartig ins Bewusstsein gerufen. Die Tagung nahm dies zum Anlass, nach der Entwicklungsdynamik des Föderalismus in Deutschland zu fragen. Im Mittelpunkt standen die historischen Übergänge, Wandlungsprozesse und die Aktualität des Föderalismus. Auch in der Zeit des 1871 als „Fürstenbund“ gegründeten deutschen Nationalstaats blieb der Föderalismus ein bestimmendes Element deutscher Staatlichkeit. Seit dem späten Kaiserreich, in der Weimarer Republik und erst recht in der NSDiktatur gewann zwar die Zentralgewalt des Reiches immer mehr an Bedeutung, und nach 1945 wurden in der DDR die ostdeutschen Einzelstaaten bald gänzlich abgeschafft. Gleichzeitig aber entfaltete sich in der Bundesrepublik der Föderalismus erneut als ein verfassungspolitisches Strukturprinzip, das mit der zentralstaatlichen Gewalt konkurriert und zugleich eng kooperiert. Dieses Wechselverhältnis, das die komplexe politische und rechtliche Gegenwart des deutschen Föderalismus charakterisiert, verstärkte sich noch infolge der 1990 neu gegründeten ostdeutschen Bundesländer. Vor diesem geschichtlichen Hintergrund war das FULDAER FÖDERALISMUS FORUM zu sehen, in dessen Rahmen renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse präsentierten und mit dem Publikum über die grundlegenden Entwicklungen und Perspektiven von 150 Jahren Föderalismusgeschichte in Deutschland diskutierten Ausstellungen in den drei hessischen Staatsarchiven zu historischen Themen mit aktuellem Bezug Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden: Wanderausstellung: Lifestyle im Archiv – Hessische Kleidung aus sechs Jahrhunderten