Gut zu Wissen 73 einen Band in der Reihe „Schriften des Hessischen Staatsarchivs Marburg“; darüber hinaus wurden vier Online-Projekte gefördert. Es erschien das „Hessische Jahrbuch für Landesgeschichte“ Band 71 (2021). Von den 2007 eingerichteten Facharbeitsausschüssen „Grundlagen und Perspektiven der Landesgeschichte/ Moderne Editionsformen“ und „Zeitgeschichte“ liegen Berichte nicht vor. Gemäß § 8 der Satzung konnten acht Mitglieder hinzugewählt werden. Kirche an der Grenze? Grenzerfahrungen auf beiden Seiten des „Eisernen Vorhangs“. Jahrestagung der Hessischen Kirchengeschichtlichen Vereinigung am 24. September 2021 in Eschwege Zum Thema: Nach Kriegsende am 9. Mai 1945 wurde Deutschland in vier alliierte Besatzungszonen eingeteilt. Der Grenzverlauf zwischen den drei westlichen Zonen und dem sowjetisch besetzten Teil Deutschlands wurde zu einem „Eisernen Vorhang“, der Kontakte unterbinden und die Flucht verhindern sollte. Der Grenzverlauf in Hessen erstreckte sich entlang der Kirchenkreise Witzenhausen, Eschwege, Rotenburg, Hersfeld und Fulda. Die Grenze trennte nicht nur Familien und andere Gemeinschaften, sondern erschwerte auch kirchliche Beziehungen. Die Kontakte zwischen den evangelischen Kirchengemeinden diesseits und jenseits der Grenze, aber auch zwischen den Kirchenkreisen und Landeskirchen wurden jedoch weiterhin gesucht und gepflegt. Dies fand seinen Ausdruck in zahlreichen Partnerschaften. Die Tagung ging diesen Spuren nach. Zugleich stellten sich Fragen, etwa wie diese Beziehungen nach der Wiedervereinigung 1989/90 fortbestanden, oder welchen Änderungen sie unterworfen waren, und schließlich, wie sich die Erinnerung an die Existenz von Kirchen in der Spannung von Machtblöcken bewahrt hat. Die Hessische Kirchengeschichtliche Vereinigung erforscht die Geschichte der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck. Die Geschäftsstelle befindet sich in 64285 Darmstadt, Ahastrasse 5a, Tel. 06151-405677, Mailkode: info@hessische-kirchengeschichte.de. Vorsitzende sind Prof. Dr. Friedrich Battenberg, Darmstadt, und Dr. Dirk Richhardt, Neukirchen. Rainer von Hessen hielt am 10. November 2021 im Hörsaal des Hessischen Landesmuseum zu Kassel einen Vortrag zum Thema „Kurfürst Wilhelms Schwäche für Ruinen. Der Bauherr der Löwenburg“ Die Löwenburg hat mit der Rekonstruktion des zerstörten Bergfrieds im Jahr 2019 endlich wieder ihr ursprüngliches Aussehen erhalten! Nach einer langen Baugeschichte fertiggestellt im Jahr 1801 steht diese Schöpfung ganz im Einklang mit der Gartentheorie des späten 18. Jahrhunderts mehr noch mit der persönlichen und politischen Situation ihres Erbauers in einer Epoche krisenhafter Veränderungen. So spiegelt sich in der architektonischen Außengestaltung wie in der bald wieder für Besucher zugänglichen Innenausstattung die Suche Kurfürst Wilhelms nach einem festen dynastischen Standort und zugleich ganz persönlichen Rückzugsraum. Rainer von Hessen hat uns diesen ersten Kurfürsten seines Hauses näher gebracht mit der Übersetzung und Herausgabe der von Wilhelm in französischer Sprache verfassten Lebenserinnerungen: Wir lernen ihn darin kennen in der Zwiespältigkeit seiner Zeit und seines Charakters. Eingeladen hatten in Kooperation die Museumslandschaft Hessen Kassel, der Verein für das Welterbe Park Wilhelmshöhe, Karlsaue und Wilhelmsthal und der Verein für hessische Geschichte u. Landeskunde, Zweigverein Kassel. Die Einführung erfolgte durch
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