Zweigvereine 43
am Freitag, 24. November, Dr. Peter Witzel in
einem Vortrag über „Neffe und Oheim – Lebensgeschichten
und Epitaphien von Graf
Josias
II. in Wildungen (1636–1669) und Fürst
Georg Friedrich in Korbach (1620–1692)“. Er
faszinierte dabei mit einer Fülle von Lebensdaten
und eindrucksvollen Bildbeispielen (18
Teilnehmer).
Zum letzten Mal traf sich der Zweigverein
Frankenberg zu seiner Adventsfeier mit Jahresrückblick
am Samstag, 9. Dezember, im
Stammlokal Ratsschänke, das zum Jahresende
2017 sein Restaurant schloss. Karl-Hermann
Völker und Ruth Piro-Klein dankten dem Hotelier
Peter Neuschäfer für die jahrelange gute
Zusammenarbeit (27 Teilnehmer).
Insgesamt nahmen an den Veranstaltungen
458 Personen teil.
Veröffentlichungen, Aktivitäten 2017
Das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ bestimmte
2017 stark die inhaltliche und organisatorische
Arbeit des Frankenberger Geschichtsvereins.
Unsere Mitglieder beteiligten
sich intensiv an der Vorbereitung der großen
Ausstellung „Philipp Soldan – Bildhauer der
Reformation“, die vom Sommer bis zum Reformationstag
an drei Standorten in Frankenberg
gezeigt wurde. Ein dazu erschienener Katalog
in Bildband-Qualität umfasst erstmals
die wichtigsten Soldan-Werke und Exponate
des Frankenberger Heimatmuseums, das aus
Anlass des Festjahrs zum „Museum im Kloster
Frankenberg“ umbenannt wurde. Ein Antrag
auf den ebenfalls neuen Beinamen „Philipp-
Soldan-Stadt“ wurde auf den Weg gebracht
und vom Land Hessen gegen Jahresende genehmigt.
Philipp Soldan und der künstlerische
Eisenguss waren auch bei verschiedenen
Sonderveranstaltungen im und am Museum
(Museumstag, Kindertag) ein Thema, das von
unseren Mitgliedern auf vielfältige Weise illustriert
und Besuchern erklärt wurde.
Auch im vergangenen Jahr war der Frankenberger
Geschichtsverein, insbesondere das von
ihm betreute Stadtarchiv mit Dr. Horst Hecker,
Ansprechpartner für viele Bürger mit geschichtlichen
Fragestellungen und Interessen.
Mitglieder des Geschichtsvereins begleiteten als
Stadtführer zahlreiche Besuchergruppen durch
Frankenberg oder hielten Vorträge vor Vereinen
und Gruppen. Am 14. Januar 2017 bereitete
der Geschichtsverein in der Mauritiuskapelle
eine Feierstunde mit vielen Wegbegleitern für
seinen 1. Vorsitzenden Karl-Hermann Völker,
der von Landrat Dr. Reinhardt Kubat das Bundesverdienstkreuz
überreicht bekam.
Es gab wieder viele Formen der Kooperation
mit dem Museum im Kloster Frankenberg, das
uns mit seiner Mauritius-Kapelle einen idealen
Vortragsraum zur Verfügung stellt. Der Geschichtsverein
beteiligte sich an der Finanzierung
eines neuen Kurz-Distanz-Beamers. Die
besonderen Veranstaltungen des Fördervereins
Kreis-Heimatmuseum mit seinem Vorsitzenden
Heiner Wittekindt wurden auch von den Mitgliedern
des Geschichtsvereins tatkräftig unterstützt,
insbesondere durch Ruth Piro-Klein,
die auch die Schatzmeister-Funktion im Förderverein
des Museums übernommen hat. Als
stellvertretende Vorsitzende des Vereins für
hessische Geschichte und Landeskunde hielt
sie auch engen Kontakt zum Hauptvorstand.
Regionalgeschichtliche Beiträge unserer Mitglieder
erschienen im von der HNA herausgegebenen
Frankenberger Heimatkalender 2017
und in der Wochenendserie „Blick zurück“
der Frankenberger Allgemeinen (HNA). Auf
Sonderseiten erinnerten wir in der HNA mit
Schwerpunktthemen an den Ersten Weltkrieg.
Die vergriffene Broschüre zu den Frankenberger
Stolpersteinen soll 2018 neu aufgelegt