34 Zweigvereine
Der Vorstand des Zweigvereins
Bei der Mitgliederversammlung am 24.1.2018
wurde der bisherige Vorstand wiedergewählt.
Er besteht auch künftig aus dem 1. Vorsitzenden
Eckhard Uhde, dem 2. Vorsitzenden Kurt
Sänger und der Kassenwartin Gabi Gräfe. Mitgliederzahl
am 1.1.2018: 33 (Eintritte: 1, Austritte:
1, Todesfälle: 2)
Aktivitäten des vergangenen Jahres
Am 25. Januar 2017 fand die Mitgliederversammlung
für 2016 statt. Die Versammlung
ging wie immer schnell und problemlos über
die Bühne, und nach dem offiziellen Teil ließen
wir den Abend bei kühlen Getränken, einem
kleinen Imbiss und interessanten Gesprächen
gemütlich ausklingen.
Am 22. März referierte unser Mitglied
Joachim
Hübner zum Thema „1200 Jahre
Gensungen
- Betrachtungen zur Frühzeit einer
Dorfgeschichte“. 2017 konnte Gensungen
sein 1200-jähriges Namensjubiläum begehen.
817 wird Gensungen – damals Gensingen geschrieben
– erstmals urkundlich erwähnt. Es
gab bereits 1947 und 1948 1200-Jahrfeiern in
Gensungen, aber diese fanden 70 Jahre zu früh
statt, was auch Joachim Hübner in seinem Vortrag
begründete. Gensungen ist eine der wenigen
nordhessischen Ortschaften, die seit den
ersten nachchristlichen Jahrhunderten bis heute
kontinuierlich besiedelt war. Anfang des
9. Jahrhunderts taucht der Ortsname in einer
Schenkungsurkunde des Klosters Fulda auf. Ein
Grundherr namens Ratpraht übergab damals
seine Güter in ‚Gensingen‘ mit zwölf Unfreien
dem Kloster Fulda. Der Referent konnte jedoch
anhand archäologischer Funde aus dem Ortskern
und der Feldgemarkung Gensungen nachweisen,
dass der Ort wesentlich älter ist als die
ersten schriftlichen Überlieferungen. Keimzelle
des Ortes sind demnach die zwischen Eder und
Sunderbach gelegenen St. Albansgärten. In seinem
Vortrag kam der Referent zu dem Ergebnis,
dass Gensungen im Frühmittelalter ein bedeutsamer
Ort gewesen sein muss. Der Vortrag
wurde durch eine kleine Ausstellung von Originalfunden
sowie Bildern und Dokumenten der
Feierlichkeiten von 1947/48 begleitet.
Am 22. Juli 2017 unternahm der Verein eine
Exkursion zum Keltenfürsten am Glauberg. Der
Glauberg in der Wetterau ist ein bereits in der
Jungsteinzeit besiedelter Ort. Grabungen förderten
einzigartige Funde zutage, besonders die
lebensgroße Sandsteinstatue eines Keltenfürsten.
Zur „Keltenwelt am Glauberg“ gehört einer
der modernsten Museumsbauten Deutschlands,
in dem die einzigartigen Funde ausgestellt sind,
sowie ein Archäologischer Park. Geführt wurde
die Gruppe von Frau Dr. Vera Rupp, der Leiterin
des Museums, die das im Museum Gesehene in
der Führung durch den Park nochmal vertiefte
und so für den Besucher verständlicher machte.
Zweigverein Felsberg
Am 26. August 2017 fand eine Hauptausschusssitzung
des Vereins für hessische Geschichte
und Landeskunde 1834 e.V. (VHG) in
Eschwege statt. Tagungsort waren die Clubräume
der Stadthalle. Im Hauptausschuss sind – je
nach Mitgliederzahl des Vereins – ein bis drei
Delegierte der 18 Zweigvereine vertreten, die
sich zwei Mal im Jahr treffen, um Angelegenheiten
des Hauptvereins und der Zweigvereine
zu besprechen. In Eschwege waren, wie meistens,
nicht alle Zweigvereine vertreten. Die
recht umfangreiche Tagesordnung umfasste
14 Punkte; die Sitzung dauerte von 10.00 bis
14.30 Uhr.