54 Zweigvereine Der Vorstand des Zweigvereins Siegfried Pietrzak, 1. Vorsitzender (kommissarisch) und Interimsschatzmeister, Gisela Pietrzak, Schriftführerin/Pressewartin, Manfred Kehl und Andreas Siersleben, Beisitzer. Mitgliederstand am 1.1.2022: 114 (Eintritte: 0, Austritte: 4, Todesfälle: 2) Aus dem Jahresbericht 2021 Bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie konnten auch 2021 keine Veranstaltungen durchgeführt werden. Der Vorstand ist in der Form tätig gewesen, dass er das Archiv bzw. die Archivunterlagen für den Transport verpackte, denn wir müssen unsere Räumlichkeiten verlassen, weil größere Umbauten durch erforderliche Bau- und Brandschutzmaßnahmen in der Stadthalle anstehen. Wir sind mit der Stadt zurzeit auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Dieses betrifft aber nicht nur den Geschichtsverein, sondern auch den Heimat- und Verschönerungsverein, sodass mehrere Vereine nach einer neuen Bleibe suchen. Hier soll man aber die Hoffnung nicht aufgeben, denn es tut sich was von Seiten der Stadt, soll heißen, man ist nicht untätig, aber 300 Qudratmeter und mehr als Lagerraum oder Archiv bzw. Ausstellungsfläche müssen erst mal vorhanden und auch nutzbar sein. Weiterhin wurde mit einigem Aufwand die Beschickung der Homepage betrieben, sodass ein Großteil der Unterlagen von Vorträgen und sonstigen Ausarbeitungen des Geschichtsvereins der letzten Jahre von 1975 an auf der Homepage www.archiv-melsungen.de eingestellt wurde. Zweigverein Melsungen beispielsweise die Vorbereitungen zur Drucklegung der Festschrift zum 800-jährigen Jubiläum der Stadt Marburg planmäßig weiter. Das 600 Seiten starke, reich bebilderte Buch mit insgesamt 19 Beiträgen zu bislang wenig oder noch gar nicht behandelten Aspekten der Stadtgeschichte befindet sich mittlerweile im Druck und soll Ende Juni ausgeliefert und öffentlich vorgestellt werden. Ein weiteres wissenschaftliches Vorhaben des Marburger Zweigvereins, die Erstveröffentlichung einer älteren dreibändigen kunsthistorischen Dissertation über den hessischen Renaissancebaumeister Eberhard Baldewein, wird weiter vorangetrieben. Zuletzt sorgte die kurzfristige Ankündigung der aus Brandschutzgründen erforderlichen Schließung des Kulturhistorischen Museums der Philipps-Universität im Wilhelmsbau des Marburger Landgrafenschlosses ausgerechnet im Jubiläumsjahr der Stadt für unangenehmes Aufsehen. Dieses berührt insofern auch den Geschichtsverein, als das Museum die umfangreiche Vereinssammlung beherbergt, die nun für längere Zeit nicht mehr zugänglich ist. Wie diese missliche Situation zumindest abgemildert werden kann und welche mittelund langfristigen Perspektiven für eine angemessene und zeitgemäße Präsentation der kulturhistorisch bedeutsamen Sammlung bestehen, darüber hat der Vorstand des Zweigvereins in den vergangenen Wochen eingehende und konstruktive Gespräche mit dem Direktor des Universitätsmuseums für Kunst und Kulturgeschichte und mit dem Präsidium der Philipps-Universität geführt. Karl Murk
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