36 Zweigvereine Der Vorstand des Zweigvereins Auf der Mitgliederversammlung am 8.4.2022 standen u. a. Vorstandswahlen auf dem Programm. Dabei wurde der alte Vorstand wiedergewählt, und zwar Eckhard Ude als 1. Vorsitzender, Kurt Sänger als 2. Vorsitzender und Gabriele G. Gräfe als Kassiererin. Mitgliederstand am 1.1.2022: 26 (Eintritte: 1, Austritte: 1, Todesfälle: 1) Aus dem Jahresbericht 2021 Die Arbeit des Geschichtsvereins in 2021 wurde leider wieder von der Corona-Pandemie geprägt. Wir sind optimistisch in das Jahr gegangen mit der Hoffnung, die 2020 wegen der Pandemie ausgefallenen Veranstaltungen nachholen zu können. Leider wurden wir eines Besseren belehrt. Mehrmals haben wir uns im letzten Jahr auf Vorstandsebene getroffen, um die Situation zu analysieren und über das weitere Vorgehen zu beraten. Wir waren uns im Vorstandskollegium immer einig, 2021 keine Veranstaltungen durchzuführen. Im Frühjahr hatten wir gehofft, nach den Sommerferien im Herbst unser Veranstaltungsprogramm wieder durchführen zu können. Aber wegen der räumlichen Voraussetzungen und mit dem Bewusstsein, dass wir als Veranstalter für die Gesundheit der Besucher Verantwortung tragen, haben wir vorerst auf öffentliche Veranstaltungen verzichtet. Ich habe im vergangenen Jahr lediglich an einem Historischen Stammtisch in Gudensberg und an einer Hauptausschusssitzung des Gesamtvereins in Frankenberg/Eder teilgenommen. Gefreut hat es mich, dass zahlreiche Vereinsmitglieder gemeinsam mit mir am 15. August 2021 an der Enthüllung einer Gedenkstele zu Ehren von Egbert Hayessen am Bahnhof Gensungen teilnahmen. Egbert Hayessen lebte mit seiner Familie auf dem Mittelhof bei Gensungen. Mit dem Kunstwerk soll der Einsatz von Hayessen bei der Operation „Walküre“ gewürdigt werden. Die Operation „Walküre“ sollte nach dem Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 den Umsturz in Deutschland einleiten und der Diktatur ein Ende bereiten. Hayessen wurde noch in der Nacht verhaftet und am 15. August 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Am Todestag wollte man ihm an dem Ort gedenken, an dem er zum letzten Mal von seiner Familie Abschied nahm. Am 11. September fand in Frankenberg/Eder der Tag der Hessischen Landesgeschichte statt. Leider war der Geschichtsverein Felsberg nur durch ein Mitglied vertreten, auch ich konnte leider nicht teilnehmen. Mir wurde jedoch berichtet, dass es eine sehr schöne, informative und gut besuchte Veranstaltung war. Besonders der Vortrag von Dr. Esther Meier von der TU Dortmund zum Thema „Philipp Soldan – Bildhauer der Reformation“ fand viel Beifall. Am 8. Oktober 2021 nahm ich gemeinsam mit einigen Vereinsmitgliedern an der Verlegung von Stolpersteinen zur Erinnerung an ehemalige Gensunger Juden teil. Die vom Künstler Gunter Demnig verlegten Steine erinnern an die jüdische Familie Weinstein. Sie wurde während der Zeit des Nationalsozialismus nicht nur im Ort diskriminiert, sondern verlor auch ihr Haus und Hof. Ihnen blieb am Ende nur die Flucht nach Brüssel. Besonders hervorheben möchte ich noch, dass unsere Vereinsmitglieder Rolf Fröhlich und Heinz Körner in einem Buchprojekt alle Gensunger Häuser dokumentiert haben, die bis Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurden. Zweigverein Felsberg