Zweigvereine 45
Hut, hinter sich die Erfurter Honoratioren,
dem auf seiner Reise nach Worms ankommenden
Martin Luther im April 1521 die
Hand reicht. In Wirklichkeit, so schreibt
Hessus, habe Rektor Crotus „als Führer voran
an der Spitze des Zuges“ den damals bereits
hoch populären Gast als erster begrüßt.
Großes Lob gab es von dem Heidelberger
Professor für die Qualität der in den
,,Frankenberger Heften“ des Geschichtsvereins
2013 erschienenen Biografie über Helius
Eobanus Hessus von Karl-Heinz Hartmann
(Schreufa). Dies sei ihm auch von
anderen Kollegen, die sich mit dem Dichterfürsten
Hessus und seiner Sprachkunst befassten,
bestätigt worden. Der große Sohn
aus dem Frankenberger Land werde sogar in
Ohio/USA erforscht, wo gerade von Professor
Harry
Vredestein eine achtbändige Hessus-
Gesamtausgabe mit allen seinen Texten
in Latein und Englisch begonnen worden sei.
,,Eoban stand als junger Messdiener hier
vor dem Altar der Liebfrauenkirche, besuchte
nebenan die renommierte Lateinschule
bei Meister Jacobus Horlaeus. Kein anderer
Frankenberger ist Luther so verbunden gewesen
wie er“, meinte Karl-Hermann Völker
(Wiesenfeld), Vorsitzender des Frankenberger
Geschichtsvereins, als er sich bei Prof.
Wiegand für den Vortrag mit dem neuen
Bildband über Philipp Soldan bedankte.
Jürgen Siegesmund, HNA Frankenberg
Der Vorstand des Zweigvereins
Clemens Lohmann, 1. Vorsitzender, Klaus
Leise,
2. Vorsitzender, Schriftführer und Pressewart,
Alfons Brüggemeier, Schatzmeister,
Doris Hommel-Schäfer, Dagmar Lohmann
und Dr. Ulrich Skubella, Mitglieder des Beirats.
Mitgliederstand am 1.1.2018: 66 (Eintritte:
0, Austritte: 1, Todesfälle: 0)
Aus dem Jahresbericht 2017
Am 9. März 2017 fand die Jahreshauptversammlung
des ZV Fritzlar statt. Der sich daran
anschließende Vortrag von Ulrich Klein
(Marburg) behandelte zwei bedeutende Maler
der Spätromantik, zum einen August von
Wille und zum andern August Schliecker. Beide
sind Schöpfer von zahlreichen Gemälden
von Fritzlar.
Am 12. August führte ein historischer Spaziergang
zu den „Stätten der Reformation in
Zweigverein Fritzlar
Fritzlar“. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen
Kirchengemeinde erläuterten Dagmar
und Clemens Lohmann an verschiedenen Orten
und Gebäuden den Beginn der Reformation
in Fritzlar. Vom Martin-Luther-Haus führte
der Weg unter anderem zur Heilig-Geist-Kapelle,
zum Ursulinenkloster, zum Rathaus und
zur Evangelischen Stadtkirche.
Die für den 9. September geplante Exkursion
in die Reformationsstadt Homberg/Efze
musste mangels Interesse leider ausfallen.
Am 11. November stand eine Fahrt nach
Kassel in das neu eröffnete Hessische Landesmuseum
auf dem Programm.
Im vergangenen Jahr ist keine Publikation
des Geschichtsvereins Fritzlar erschienen.
Stattdessen beteiligte sich der Verein an den
Kosten der Festschrift „750 Jahre Fronleichnam
in Fritzlar“, die im Mai 2017 vorgestellt
wurde.
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